Luxelino’s Weblog


Was ist Liebe? | Gie�en | Gie�ener Zeitung
Februar 22, 2010, 1:44 vormittags
Einsortiert unter: Allgemein, Gesellschaft, unsortierte Gedanken

Was ist Liebe? | Gie�en | Gie�ener Zeitung.



Merk-würdig
März 28, 2009, 8:42 nachmittags
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Wieder einmal waren die Medien voll davon. Wieder waren alle schockiert – zumindest taten alle so. Wieder einmal wurden die alten Verbotsanträge aus den Schubladen gezogen. Wieder einmal wurde die Gelegenheit genutzt, in die Medien zu kommen. Es wurde reagiert, oder zumindest erweckte man den Anschein reagiert zu haben. Und damit scheint wieder alles im Lot. Bis zum nächsten Amoklauf. Das klingt abgestumpft? So ist es. Denn man kann sich durchaus fragen, was Begriffe wie „Wut, Trauer, Verzweiflung“, die doch eigentlich elementare Emotionen beschreiben sollen, inhaltlich noch zu transportieren in der Lage sind, wenn sie quasi als Überschrift viertelstündlich und völlig emotionslos aneinandergereiht im Fernsehen ausgestrahlt werden. Man kann sich fragen was Sendungstitel wie „Perverse Internetforen – wie gefährlich sind sie wirklich?“ bewirken sollen. Ohne die Sendung überhaupt zu sehen, weiss man bereits, welche Botschaft transportiert werden soll. Es gibt perverse Internetforen, die gefährlich sind. Und diese Internetforen tragen natürlich Schuld daran, dass es einmal mehr ein Mensch als einzigen Ausweg ansah, Amok zu laufen. Offen bleibt bloß die Frage, welche Internetforen aus welcher Perspektive pervers sind, oder zumindest sein sollen – und in welchem Maße sie unter welchen Umständen für wen gefährlich sein sollen. Der typische Beissreflex der in solchen Fällen kommunizierten Verbotsforderungen liegt unübersehbar in der Luft. Hierbei böse Absichten zu vermuten mag eine populäre Ansicht sein und sogar in einigen Fällen zutreffen, jedoch ist es ebenfalls eine Tatsache, dass viele Menschen einfach Angst haben. Angst vor dem „bösen Nachbarn“, Angst vor Einbruch, Angst vor Gewalt, usw. Wir leben in einem ständigen Angstzustand. Das beginnt am heimischen Rechner, der mit ständig neuen Anti-Viren-Updates vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden muss. Es geht weiter an der eigenen Haustüre, die mit ständig besseren Sicherheitsschlössern geschützt werden muss. Es setzt sich fort in einem anwachsenden Markt von privaten Sicherheitsfirmen und zusätzlichen Kräften, die Polizeiaufgaben bewältigen sollen und findet seinen vorläufigen Gipfelpunkt in Forderungen, dass auch die Bundeswehr im Inneren eingreifen können soll. All das scheint nur folgerichtig, wenn man immer wieder von einem Amoklauf Kenntnis nimmt, wenn die Medien überquellen von Gewalt und wenn die Kriminalitätsstatistik ununterbrochen ansteigt. Womit sich die Frage stellt, ob es tatsächlich so ist, dass unsere Gesellschaft ständig brutaler und krimineller wird und falls dem so ist, woran dies liegen könnte. Zunächst lässt sich einmal feststellen, dass man durch die Vernetzung der Welt immer mehr mitbekommt, was geschieht. Es lässt sich auch feststellen, dass der Begriff „Gewalt“ in den Medien zum Modewort wurde, der als Überbegriff genutzt wird und alles ausdrücken soll was vom Streiten zweier Kleinkinder um ein Schäufelchen auf dem Spielplatz bis zum Atomkrieg hinlangt. Es lässt sich ebenfalls feststellen, dass die „Kriminalitätsstatistik“ zu den am meisten missbrauchten Begriffen gehört, wenn populistische Forderungen durchgesetzt werden sollen. Denn was drückt denn die sogenannte Kriminalitätsstatistik aus? Eigentlich ist sie ein Tätigkeitsbericht der Polizeibehörde – keine Statistik wie kriminell Teile unserer Gesellschaft sind, wie uns der Begriff zunächst glauben machen will. Erst wenn man nämlich genauer hinsieht, stellt man fest, dass in dieser Statistik auch die Anzeigen enthalten sind, die sich als unbegründet herausstellten. Es fällt ebenfalls ins Auge, dass immer mehr Delikte angezeigt werden, für die man früher „dem Lausbub mal ordentlich die Ohren lang gezogen hätte“. Also alles nicht so schlimm? Auch wenn die Quantität der Kriminalität nicht, oder zumindest nicht im kommunizierten Maße angestiegen ist, gibt es natürlich Kriminalität. Auch die Amokläufe sind real. Aber bevor man die nächste Denkabkürzung wählt, die alten Verbotsforderungen wieder hervor kramt, oder schlicht die Gelegenheit nutzt, mal wieder in die Medien zu gelangen, sollte man sich vielleicht fragen, ob es nicht etwas gibt, oder geben kann, womit man dem eigentlichen Problem tatsächlich begegnen kann. Ein Amoklauf ist weit mehr als ein Medienrummel, der kurzzeitig Abwechslung in den grauen Alltag bringt. Eventuell muss man dem mit anderen Mitteln begegnen, als einen weiteren Bereich des Lebens zu überwachen, einzuschränken, oder weitere Uniformierte durch weitere Straßen patrouillieren zu lassen. Dabei ist dieser Beissreflex der Verbotsforderungen so neu gar nicht, als dass man nicht mittlerweile begriffen haben sollte, dass dieser Weg zwar „vergiftete Brunnen“ schafft, aber keine Lösungsansätze beinhaltet. Ob man an Goethes Gedicht „Prometheus“ denkt, an Jerry Lee Lewis „Whole lotta shakin’ goin’ on“, an weltfremde Forderungen ganze Musikstile zu verbieten, oder derzeit Internetforen und digitale Spiele zu verbieten. Die Forderung ist immer leicht zur Hand, wird meist sofort begrüßt und selten fragt tatsächlich jemand nach, was das denn eigentlich bringen soll. Zuzüglich dem Umstand, dass es natürlich neugierig macht zu wissen, was denn da eigentlich verboten wird. Man stelle sich das Menschenbild mancher Politiker vor! Demnach scheint unsere Gesellschaft mehrheitlich aus Menschen zu bestehen, die potentiell im Verdacht stehen unmittelbar eine Straftat zu begehen, sobald sie sich irgendwo einmal nicht durch die Obrigkeit beobachtet glauben. Interessant auch der Gedanke, dass solch ein Menschenbild und die Folgerungen daraus tatsächlich mehrheitsfähig sind. Dass man tatsächlich gewählt werden kann, wenn man seine Wählerschaft grundsätzlich und ohne Bewährungschance zu potentiellen Kriminellen erklärt. Welches Selbstbild müssen Menschen haben, die jemandem für diese elementare Beleidigung ihre Stimme anvertrauen? Wie viel Angst müssen solche Menschen vor ihrem Nachbarn, vor ihrem Freundeskreis und vor den übrigen Menschen haben? Kann es nicht sein, dass dieser beständige Angstzustand und dessen Folgerungen auch ein Grund sind für Amokläufe? Sind es nicht der Automatismus der Verbotsforderungen und die zunehmende Überwachung, die daraus folgende Abschottung der Menschen voreinander, die sich hieraus ergebende Anonymisierung der Gesellschaft, die Menschen in die Vereinsamung zwingt? Ist hierin nicht ein Grund zu suchen, weshalb viele Jugendliche die meiste Lebenszeit am Rechner zubringen statt unbeschwert Fußball zu spielen? Ist dies nicht ein Grund, weshalb viele ältere Menschen ohne Internetzugang gar keinen Ansprechpartner mehr hätten? Die meisten Menschen scheinen verlernt zu haben, miteinander zu leben, sich Zeit füreinander zu nehmen, einander zuzuhören, sich gegenseitig zu vertrauen und sich einander anzuvertrauen. Aber hier soll nicht derselbe Fehler auf andere Art betrieben werden. Wer am eigentlichen Problem rühren will, darf nicht auf die nächstbeste Denkabkürzung hereinfallen, sondern muss jeden Gedanken zu Ende denken, muss Ursachen analysieren, muss nach echten Lösungsansätzen suchen. Dazu gehört eben auch, nicht auf den Medienrummel hereinzufallen, sondern selbst nachzudenken. Es muss darum gehen jenseits der Selbstdarsteller und Interessenvertreter nach der Wahrheit zu suchen. Womit sich allerdings die Frage stellt, ob es DIE Wahrheit eigentlich gibt und aus welcher Perspektive sie für welche Wahrnehmung für wen Gültigkeit besitzen kann.



Um auch mal was vom Pferd zu erzählen…
November 14, 2007, 5:51 nachmittags
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Da hat sich wohl ein Trojaner – oder gar mehrere auf meinem Rechner breit gemacht. Ihr habt es ja wohl in meiner Sendung gehört, dass selbst meine beiden Prozessoren (2x 1.13 GHz) nicht einmal mit diesem Stream klarkamen. Sobald ich also ins Netz gehe, gibt es hier eine Prozessorauslastung von 100%.

Da frage ich mich doch: Was verspricht sich davon irgendwer? Wenn ich nun irgendwem Grund zum Ärger gegeben hätte, oder bei mir wichtige Passworte auszuspionieren wären… Zum Glück vertraue ich dem Netz nicht so weit, dass ich Online-Banking oder so etwas betreiben würde. Dazu habe ich auch viel zu wenig Ahnung von der Materie, um meine Geldgeschäfte meinem Geschick anzuvertrauen, dass ich besser sichern könnte, als die Hacker dieser Welt hacken können.

Wie dem auch sei: Jetzt muss ich wohl erstmal meinen PC “töten” und alles neu installieren.

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Einen Gruß an alle Pferdeprogrammierer… *knurrundmitdezähnenfletch*



Grundlegendes zum (Miss-) Verständnis
November 13, 2007, 2:50 vormittags
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Seitdem seinerzeit die “Nachtigall von Wittenberg” den Anstoß gab in Deutschland der natürlichen Sprache der Bevölkerung eine künstliche – nämlich eine spezielle “Buchsprache” – einzuführen, gab und gibt es manigfaltige Kommunikationsprobleme. Einerseits weil einige Menschen glauben, es müsse als besonders gelehrig und wissenschaftlich gelten, wenn man seine Sprache ablegt und eine andere Sprache – die niemand völlig korrekt aussprechen kann, und auch niemals von sich aus aussprechen würde – anzunehmen sucht. Andererseits, weil sich aufgrund obengenannter Umstände fast niemand dazu berufen sah Wörterbücher Volkssprache/Buchsprache zu schreiben, zu verlegen, zu vermarkten.

Und dies hat bereits Tradition: Goethe brach mit dem Unsinn der Vornehmen, dass schöne Dinge bloß in Französisch ausgesprochen werden dürften (weil dies vorgeblich noch vornehmer sei als eine “echte” Sprache). Kaum war dies also vollbracht, machte sich der Irrglaube breit, man müsse dann eben eine andere “Sprache der Vornehmen” erfinden – gleichsam sich für seine eigene Sprache schämen.

Der eigentlich Sinn und Zweck von Sprache wurde darüber gänzlich vergessen: Kommunikation. Und die funktioniert am besten, wenn der Sprecher nicht lange darüber nachdenken muss, wie er seine Gedanken übersetzt und der Zuhörer sich auch nicht erst in der Übersetzung üben muss.

An dieser Stelle möchte ich nun also meinen kleinen Beitrag leisten, um Missverständnissen beizukommen. Mit irgendetwas muss man ja mal anfangen.

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buchdeutsch: “Ich habe Deine Rede nicht korrekt vernommen”/”Ich konnte Deine Rede nicht gänzlich interpretieren”
hessisch: “Hä?”

buchdeutsch: “Dein Tun missfällt mir sehr”/”Hier sehe ich eine Grenze, die Du besser nicht überschreitest”
hessisch: “Äy!”

So: Jetzt kann jeder und jede gerne noch einige Ergänzungen anbringen und schon findet sich hier ein brauchbares Nachschlagewerk.



11.11. – Eindrücke aus dem Fränkischen
November 11, 2007, 8:16 nachmittags
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Heute ist also der offizielle Beginn der Faschingszeit. Ich war mit meinem Schatz im Fränkischen – Leute besuchen. Spontan beschlossen wir an der Gegendemo zu einer NPD-Kundgebung teilzunehmen. So stapften wir schon bald mit vierundhalb Personen durch den ersten Schnee, den ich in diesem Jahr zu Gesicht bekam.

Interessant war, dass die Ortschaft einen eher kleinbürgerlichen Eindruck machte, sich jedoch viele Leute versammelt hatten, um das zu tun, was man hier in heimischen Gefilden gerne den Punks überlässt: Den Neonazis aufzuzeigen, dass sie nicht tun und lassen können was ihnen beliebt.

Einzig eine etwa 15 Personen starke Gruppierung der Apfelfront schien das Klischee einigermaßen zu bedienen, das man sich vielerorts unter Antifaschismus vorstellt. Obwohl diese Formulierung ihrer Kreativität nicht gerecht wird. Was sie an Neonazi-Persiflagge aufführten wirkte zwar recht grenzwertig, jedoch ließ es zumindest nicht an Kreativität mangeln.

So war der Ort bereits für die Herren Neonazis “geschmückt”, die denn auch bereitwillig durch den Torbogen marschierten, der mit dem Schriftzug “Arbeit macht frei” versehen worden war.

Anders als es an so vielen Tagen an so vielen anderen Orten gesehen wird, glänzte die Polizei durch Souveränität und Freundlichkeit. Man bemühte sich auch redlich um Neutralität.

Bloß das Wetter ließ einige Mängel erkennen: Hatte es nämlich zuvor und auch danach wie aus Eimern geregnet, konnten die Herren Neonazis doch zehn Minuten regenfreie Redezeit genießen, bevor sie wieder ordentlich begossen wurden…

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Weil es mich in letzter Zeit echt nervt,…
November 11, 2007, 8:01 nachmittags
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…möchte ich hier ein paar Gedanken niederschreiben, die so in etwa der Feder des Aristoteles entstammen könnten.

Mode ist ja etwas Gutes, das junge Frauenzimmer erfreut und Modeschöpfer bereichert. Manch einer trägt sich mit dem Selbstzweifel, man könne ihn nicht akzeptieren, wenn er nicht “mit der Zeit gehe”. Dies psychologisch zu entschlüsseln und den Unsinn solcher Gedankengänge bloß zu stellen mag ein anderer Text tun: Mal sehen…

Wenn die Mode jedoch Einfluss auf die Sprache nimmt, scheiden sich mitunter die Geister. Deutschnationale volkstümeln gerne von der “Reinerhaltung der deutschen Sprache”, als Träger deutscher Kultur, obwohl siedabei meist zeitgleich den Beweis erbringen, dass sie von der deutschen Grammatik nicht viel bis gar nichts wissen – sie ihnen folglich auch nicht so wichtig sein kann.

Mir geht es auch nicht um das Verbot oder um die Ächtung von Worten und Redensarten, sondern für mich ist Sprache in erster Linie ein Mittel der Kommunikation. Und als solche ist sie es für mich absolut Wert erhalten und gegebenenfalls sogar weiterentwickelt zu werden.

Wenn ich jedoch über den grammatisch unsinnigen Satz “hier werden Sie geholfen” einer Frau Feldbusch bloß müde lächeln kann, weil ich davon ausgehen kann, dass die meisten Menschen, die diesen Satz hören wissen, dass er einfach falsch ist. Und während ich eine Frau Feldbusch dafür ein wenig bewundern kann, dass sie mit solch einem Unfug Geld verdienen kann, stößt mir doch in letzter Zeit eine Redewendung sehr sauer auf.

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Da ist plötzlich immer häufiger die Rede vom “Sinn machen und von “keinen Sinn machen”, wenn die Sprecher eigentlich von sinnvollem rede, das ihrer Intension zufolge Sinn ergibt… Man kann meinen solche Flausen verschwinden ebenso unspektakulär wie “der Spinat mit dem Blubb”, tauchte diese Redewendung nicht bereits in Lehrbüchern auf.

Nur soviel: Sinn “machen” kann ohnehin niemand, und sollte irgendjemand tatsächlich Sinn “machen” können, dann könnte er ihn bloß dort machen, wo noch kein Sinn vorhanden ist.

Folglich könnte diese Redewendung bloß dort pointiert und halbwegs sinnvoll angewandt werden, wo es um die Vortäuschung von Sinn geht: Bei Sprachmanipulation, Werbung, Propaganda…

Kurz: Was der Eine als “schick” empfindet erscheint dem Anderen als Faustschlag ins Gesicht seines Sprachgefühles. Mögen sich die “Macht-Sinn-Sager” weiterhin als solche outen – ich wünsche mir jedoch, dass diese Redensart bewusst genutzt oder gemieden wird. Soll sie das ausdrücken was man mit ihr ausdrücken kann, oder wieder im Nirvana der untauglichen Wortgebilde verschwinden. Sonst verkommt der “Wortschatz” schnell zur “Worthalde”.



Nicht verzagen, Schäuble fragen
November 7, 2007, 3:47 nachmittags
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Okay, ja ich gebe es ja zu, dass das hier eigentlich kein Blog ist, der so geplant war. Aber wenn man sowieso sein Passwort vergessen hat, dann bietet sich die Gelegenheit eben auch einiges umzustrukturieren.

Ich sollte vielleicht mal Herrn Schäuble anrufen: Der kennt mein Passwort bestimmt längst. Aber zugeben darf er es wohl noch nicht – solange die Vorratsdatenspeicherung noch nicht unter Dach und Fach ist.

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Das klingt zynisch? Stimmt: Menschen, Steuerzahler, Wähler, Bürger – oder nach welcher Kategorie auch immer ein Politiker die in diesem Lande lebenden Lebewesen einordnet -
ganz pauschal als Schwerstkriminelle zu behandeln empfinde ich nicht bloß als Zynisch und Menschenverachtend, sondern auch als äußerst bedenklich. Das scheint mir auf keinen Fall – und durch keine noch so wilde Interpretation – mit dem Grundgesetz vereinbar.

Soll dieser Mann und sein Ministerium nicht eigentlich das Grundgesetz schützen und bewahren? Stünde es ihm nicht also gut zu Gesicht, Wert und Bedeutung des Grundgesetzes bei jeder sich bietenden Gelegenheit hoch- und heilig zu halten, statt es aus allen Rohren zu beschießen, es zu demontieren und neue Werkzeuge (Gesetze) zu entwickeln, wie man es noch wirkungsvoller vernichten kann?

Ich klinge bitter? Ich klinge sauer? Dann habe ich mich wohl gut ausgedrückt, denn ich bin wahrlich sauer, dass ich gezwungen bin die Ummünzung eines mir äußerst wichtigen Gesetzeswerkes – durch meine Steuern und Abgaben – noch mitfinanzieren zu müssen (Wie wohl kommen die Honorare unserer Spitzenpolitiker zusammen, und aus welchen Töpfen verteilen sie das Geld?). Es zwingt mich ja niemand, in diesem Lande zu leben? Das ist zwar wahr, aber wohin gehe ich also, wenn ich mich mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland identifiziere? In ein anderes Land? In die Vergangenheit? In die Zukunft?

Aber die nächsten Wahlen kommen bestimmt – und die Rechnung dieser Damen und Herren wird täglich länger!




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